Hypertext Markup Language (HTML)

Webseiten zählen zu den wichtigsten Elementen der modernen Informatik. Das sichtbare Bild jeder Webseite wird am eigenen PC von einem Browser-Programm erzeugt. Dazu verwendet der Browser ein Programm aus einfachem Text, welches den Regeln (Syntax) des HTML-Standards folgt.

Geschichte von HTML


Die Grundlagen der Web-Technologie wurden von Sir Tim Berners-Lee  (*1955) am europäischen Forschungszentrum CERN entwickelt und 1989 vorgestellt.

Am Anfang stand die Verwendung von Hypertext (Text mit Links), danach die Programmiersprache HTML zur Beschreibung von Webseiten und die HTTP-Regeln für den Austausch von Web-Dokumenten in einem Netzwerk.
Tim Berners-Lee entwickelte die ersten Webseiten ( Kopie) und den ersten Webserver

Anfangs konnte man mit HTML nur einfachen unformatierten Text darstellen.
1993 wurden → Bilder und einfache Text-Attribute (fett, kursiv) ergänzt.
1995 wurden Formulare eingeführt.
Seit Anfang 1997 sind → Tabellen verwendbar.
1996 wurde die Ausführung von → Javascript-Programmen und die Formatierung mit → CSS ermöglicht, 1997 offiziell standardisiert.
Es folgte eine längere Periode, in welcher das Internet gewaltig an Umfang und Bedeutung zunahm, jedoch immer öfter an die Grenzen des HTML-Standards stieß.
Seit 2014 bietet die aktuelle Version → HTML‑5 Audio- und Video-Medien sowie enorm verbesserte Möglichkeiten für Javascript-Programme und CSS-Formatierung.

Entwicklungs-Umgebung


Mit einem fertig installierten Content-Management-System (CMS) kann man rasch und mit wenig Aufwand einige Webseiten herstellen.
Dazu braucht man lediglich einen Internet-Zugang, jedoch weder Programme noch Programmier-Kenntnisse.
Mit einem CMS-System kann man schon innerhalb einer Stunde einige herzeigbare Webseiten herstellen, die Live im Internet verfügbar sind.
Die produzierten Webseiten befinden sich in diesem Fall nur beim Provider, nicht am eigenen PC oder im eigenen Lokalen Netzwerk (LAN).
Ein besonders gut bedienbares und dazu noch kostenfreies CMS bietet u.a. der Provider Jimdo.

Man kann ein beliebiges Content-Management-System (CMS) im eigenen Intranet (lokalen Netzwerk) oder beim eigenen Web-Provider installieren und damit fast unbegrenzt viele Webseiten herstellen und verwalten.
Die meisten CMS sind in ihren Grund-Funktionen kostenfrei, die 1malige Installation erfordert jedoch fortgeschrittene IT-Kenntnisse.
Danach ist die Herstellung von Webseiten rasch, einfach und ohne Programmier-Kenntnisse möglich.
In diesem Fall hat man selbst die volle Kontrolle über alle produzierten Webseiten.
Die meisten CMS bieten eine große Anzahl zusätzlicher (teilweise kommerzieller) Funktionen, z.B. User-Verwaltung, Statistik, Stichwort-Suche, Foto-Galerie, Gästebuch, Shops u.a.

Die 'Programmiersprache' für Webseiten ist HTML.
HTML besteht aus einfachem, lesbarem Text, Man braucht daher für einfache Experimente nur ein Text-Editor-Programm, z.B. auf Linux gedit, kate, kwrite oder auf  Windows Notepad++ (kostenfrei).
Solche Experimente sind lehrreich, die Ergebnisse jedoch für heutige Ansprüche meist zu spartanisch.
Mit fortgeschrittenen Kenntnissen kann man auch mit so einfachen Werkzeugen beliebig komplexe Produkte erzeugen. Die Herstellung ist jedoch wegen des hohen Aufwands nicht konkurrenzfähig und kommt daher nur für Sonderfälle oder als Hobby in Frage.

Ein Web-Editor-Programm bietet alle Möglichkeiten eines Text-Editors, zusätzlich 'WYSIWYG' (Vorab-Ansicht der Seiten) sowie die (wichtige) automatische Verwaltung aller Verknüpfungen (Links, Verweise, ...)
Für professionelle Arbeit ist ein Web-Editor unverzichtbar. Man verwendet ihn zur Herstellung von Webseiten und zum Adaptieren von CMS-Systemen und anderen (halb)-Fertig-Produkten.
Man programmiert ausschließlich eine lokale Kopie des jeweiligen Webs. In das Live-Internet werden nur solche Produkte hochgeladen, die nach sorgfältigen Tests fehlerfrei sind.

In ganz einfachen Fällen genügt eine einzige OnLine-Version eines Webs.
Die Verwaltung ist besonders einfach, das Web ist allerdings empfindlich:
Jeder Fehler wirkt sich sofort auf alle folgenden BesucherInnen aus. Das spielt bei den wenigen Gästen eines privaten Webs keine Rolle, ist jedoch für professionelle Webs nicht brauchbar.
In diesem Fall empfiehlt es sich, wenigstens eine komplette Sicherungs-Kopie am eigenen PC anzulegen.

Ein professionelles Web wird ausschließlich in einer lokalen Kopie bearbeitet (entwickelt). Davon ausgenommen sind meistens die Daten eines CMS - Davon macht man zwar eine Sicherungs-Kopie, am Entwicklungs-Server braucht man jedoch nur ein paar typische Daten.

Man installiert die Web-Kopie vorzugsweise an einem → Virtuellen (Server)-PC oder an einem eigenen Entwicklungs-Server.
Die Kopie sollte dem Original-System des Web-Providers so ähnlich wie möglich sein. Das betrifft z.B. Betriebssystem, Webserver-Programm, CMS-System inkl. aller verwendeten Module.

In der lokalen Entwicklungs-Kopie braucht man keine realen Daten, sondern lediglich Test-Daten zur Überprüfung der Funktion. Eine neue oder geänderte Webseite wird nur dann in das Live-Web hochgeladen, wenn alle Tests erfolgreich absolviert wurden.

Für die IT-Ausbildung ist es notwendig, dass die Entwicklungs-Umgebung wenige Minuten nach Beginn einer Lektion arbeits-bereit ist. Das kann man rasch und einfach mit einem fertig konfigurierten virtuellen PC erreichen.
Ein realer (Raspberry) µC ist bereits einige Sekunden nach dem Einschalten im lokalen Netzwerk verfügbar und für Gruppen bis zu 20 StudentInnen problemlos nutzbar.

Validierung


Die meisten Produkte der praktischen Informatik sind mit Fehlern behaftet, z.B. Betriebssysteme, Browser-Programme, CMS-Systeme und natürlich auch viele Webseiten.

Art und Umfang der Fehler ändern sich laufend, mit jeder neuen Version und mit jedem Update. Absolut fehlerfreie Produkte sind zwar ein sinnvolles, jedoch in der Realität kaum erreichbares Ziel.

Es ist allerdings sinnvoll, eigene Produkte so fehlerfrei wie möglich herzustellen. In diesem Fall werden die eigenen Webseiten im Laufe der Zeit ohne irgendeine Änderung immer besser verwendbar. Fehlermeldungen und Hinweise sind für die saubere und effiziente Entwicklung eigener Produkte sehr wertvoll.

Es gibt mehrere gute Validator-Programme zur Kontrolle eigener Webseiten. Für die Seiten dieses Webs wird der Online-Validator des W3C verwendet. Alle Seiten werden in unregelmäßigen Abständen validiert und sind in der Regel fehlerfrei.

 Links


W3C: HTML, HTML4, HTML5, XHTML, Validator
SelfHTML: Kurzreferenz, Referenz, Quickbar, Stichworte
W3Schools: HTML, HTML5

Wikipedia: HTML (de, en), Web-Editor-Programme, Web-Traffic
WikiBooks: Website-Entwicklung, Web-Design
Browser-Statistik (abhängig von der BesucherInnen-Gruppe): W3Schools, StatCounter, BrowserStatistik.de, (→ dieses Web)